• Das Bild aus dem Jahr 2018 entstand bei einer Chor-Reise nach Lübeck und Travemünde.

    Foto: Chor Cäcilia an St. Remigius, aufgenommen von einer Lübecker Passantin

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Der Kirchenchor Cäcilia an St. Remigius in Viersen

In den vergangenen Monaten war es still in den Kirchen. Gemeinsames Singen, sei es der Chöre oder der Gemeindemitglieder während der Gottesdienste, war wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Die Hoffnung keimt, dass sich diese Situation in absehbarer Zeit ändern wird. Wer gerne singt, möchte sich dann vielleicht auch intensiver damit beschäftigen. Wir stellen daher in loser Folge die Chöre der Pfarrei vor und laden ein, aktiv mitzumachen. Die Chöre bieten die Chance, auch an großen Werken der Musik mitzuwirken, und sind gleichzeitig eine sehr lebhafte und unternehmungslustige Gemeinschaft.

VIele große Konzerte und ein lebendiges Chorleben
Unser Kirchenchor wurde 1849 unter Oberpfarrer Heinrich Kruchen gegründet, ein Knabenchor 1889. Die Pflege des Gregorianischen Choralgesangs wurde ab 1960 intensiviert. Auf der Generalversammlung im Januar 1962 beschloss man mehrheitlich, dem Herrenchor einen Damenchor anzugliedern.

In all diesen Jahren hatte unsere Gemeinschaft das große Glück, mit ausgezeichneten Kantoren und Organisten zusammenarbeiten zu können, die über lange Zeiträume an St. Remigius nachhaltig wirkten: KMD Hans Jöris (1920-1960), Regionalkantor Hans Wilhelm Hoff (1960-1999), Thorsten Konigorski (1999-2019) und seit Juli 2019 Michael Park. Einhergehend dürfen wir ferner sehr dankbar sein, dass uns in diesem großen Zeitraum Präsides begleiteten, die ein großes Herz für die Belange der „musica sacra“ vorlebten und vorleben.

Höhepunkte kirchenmusikalischen Wirkens waren die Aufführungen großer Oratorien und Messen, die durch ergänzende Projektsängerinnen und -sänger schlussendlich ermöglicht wurden:

Johann Sebastian Bach, „Johannes-“ und „Matthäus-Passion“, „Weihnachtsoratorium“
Johannes Brahms, „Deutsches Requiem“
Gabriel Fauré, „Requiem“
Georg Friedrich Händel, „Messias“
Joseph Haydn, „Stabat mater“
Felix Mendelssohn-Bartholdy, „Paulus“
Wolfgang Amadeus Mozart, „Requiem“ und „Vesperae solennes de confessore“
Louis Vierne, „Messe solennelle“.
Unvergessen ist zudem die Aufführung der „Missa Papae Marcelli“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina, die wir auf Einladung des Vatikans im Hochamt des Allerheiligenfesttags 1986 am Bernini-Altar in der Basilika St. Peter in Rom darbieten konnten.

Nicht nur das kirchenmusikalische Kompositionsstudium und die Dienste in der Liturgie, sondern auch Ausflüge, Chor-Reisen und gesellige Zusammenkünfte prägen seit jeher regelmäßig unser Chorleben.

Aktuell gehören 40 Damen und Herren unserem Kirchenchor an, der wöchentlich mittwochs von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr probt. Leider mussten wir im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie den Probenbetrieb und das Singen in Gottesdiensten gänzlich einstellen. Alle hoffen nun auf ein baldiges Ende dieser entbehrungsreichen Zeit; vielleicht dürfen wir dann auch ein Neumitglied in unserem Chor begrüßen. So hätte diese notgedrungene Zwangspause abschließend einen freudigen Neubeginn inne.

Renate Bosch, Schriftführerin
Bernd Korischem, Geschäftsf. Vorsitzender