KAPELLE_Kleines und mittlerweile wieder feines Heiligenhäuschen

Die Nachbarschaft konnte es nicht mehr mit ansehen: Risse und eine geneigte Haltung setzten dem Bosch-Heiligenhäuschen am Klosterweiher so zu, dass sie auf eine Renovierung drängten. Gemeinsam machten sich die Stadt Viersen als Grundstückseigentümerin und die Gemeinde St. Remigius, zu der die 1720 erbaute Kapelle gehört, sowie engagierte freiwillige Helfer an die Arbeit.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die nach ihrem Stifter Antonius Bosch Booschhellijehüske (Bosch-Heiligenhäuschen) genannte Kapelle driftet nicht mehr auseinander und ist wieder ein kleines Schmuckstück. Die bauliche Sicherung war dazu genauso notwendig wie eine Renovierung des Daches, ein neuer Putz und frische Farbe sowie das Entfernen der Graffiti an der Außenwand. Das Schloss wurde überarbeitet, die schwere Eichentüre instand gesetzt.

Die 1720 vom Verwalter der Wirtschaft des Klosters St. Pauli gestiftete Kapelle ist Schlusspunkt des Fußfall-Stationsweges von der Kirche St. Remigius zum ehemaligen Kloster. Bereits 1927 war sie umfangreich renoviert worden. Einst befand sich in der Kapelle eine Madonna aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhundert, die später jedoch in den Kunsthandel gelangt, dann aber den Weg zurück nach Viersen fand – zur Kirche St. Joseph.

Gemeinde, Stadt und die Initiatoren der Renovierung danken allen beteiligten Viersener Unternehmern und Privatleuten.

 

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