Sakramente

Sakramente sind sinnenhaft erfahrbare Zeichen Gottes mitten hinein in unser Leben. Sichtbar, hörbar, spürbar wollen sie die heilende, begleitende und helfende Seite Gottes auf unserem Lebensweg anzeigen und vor allem bewirken. Und zwar nicht einfach irgendwann und irgendwo, sondern gerade an den Wegmarken unseres Lebens.

Taufe

Taufe

Die Taufe ist die Grundlage des ganzen christlichen Lebens und das „Eingangstor“ zu allen anderen Sakramenten. Durch die Taufe werden Menschen als „Töchtern und Söhnen Gottes“ in die Kirche aufgenommen. Sie bringt das uneingeschränkte Ja Gottes zum Menschen zum Ausdruck. Sie bedeutet (Selbst-)Verpflichtung für den Täufling bzw. für seine Eltern und Paten. Die Kindertaufe setzt voraus, dass die Eltern bereit sind, ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen. In der Taufe wird dem Menschen zugesagt: Dein Leben soll nicht ein Leben zum Tod sein, sondern über Dir sind die Wasser des Lebens ausgegossen; du gehörst von nun an unwiderruflich zu Gott, der Dir ewiges Leben verheißt, und der es Dir sicher schenken wird, wenn Du Dich nicht willentlich und definitiv von ihm lossagst. (Foto: stockpics - Fotolia.com)

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Eucharistie

Eucharistie

„Die Kirche lebt von der Eucharistie“, so beginnt Papst Johannes Paul II. seine Enzyklika über die Eucharistie und die Kirche. Die Feier der Eucharistie ist für die Kirche und für jede Gemeinde die Mitte ihres Glaubens und Lebens, „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“, wie das Zweite Vatikanische Konzil formuliert. In der Eucharistiefeier wird das Geheimnis des Todes und der Auferstehung Jesu Christi immer neu gegenwärtig. In ihr empfangen wir Christus in Person als das „lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist“ (Joh 6,51). Man kann sagen: Christsein ohne Feier der Eucharistie geht genauso wenig wie Christsein ohne tätige Nächstenliebe. Die Mitfeier des Sonntagsgottesdienstes macht den Sonntag zum „Tag des Herrn“. Auch werktags sind Sie herzlich zur Feier der Eucharistie eingeladen. (Foto: maurina74 - Fotolia.com)

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Firmung

Firmung

Das Sakrament der Firmung gehört ganz eng zum Sakrament der Taufe. In der Firmung wird die Taufe vollendet und bekräftigt. Die Firmung vermittelt gleichzeitig in besonderer Weise den Heiligen Geist, der am Pfingstfest den Aposteln geschenkt wurde. Er ermutigt, stärkt und beauftragt zu einem bewussten Leben als Christ in der Nachfolge Jesu. Die Firmvorbereitung möchte den Jugendlichen hinführen zu Grunderfahrungen und Vertiefung des Glaubens und ihn begeistern für ein Leben aus dem Glauben. (Foto: Harald Hüller)

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Ehe

Ehe

Die Formen, in denen Christen leben, sind vielfältig; viele leben in ehelicher Gemeinschaft, andere bleiben aus eigener Entscheidung allein. Wenn Menschen sich in der Ehe verbinden, schließen sie vor Gott und der Kirche einen unauflöslichen Bund. Im Sakrament der Ehe wird ihnen der Segen Gottes zugesprochen. So werden Mann und Frau füreinander zum Zeichen der Liebe Gottes, die in Jesus Christus unter den Menschen erschienen und gegenwärtig ist. – Mit der Trauung wird zum Ausdruck gebracht, dass ich dem anderen etwas zutraue, mich ihm anvertraue, dass ich mich auf ihn einlasse, ihm traue. In der kirchlichen Trauung kommt zum Ausdruck: Wir vertrauen Gott unseren gemeinsamen Weg an, wir machen ihn zu unserem Wegbegleiter. (Foto: lunaundmo - Fotolia.com)

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Weihe

Weihe

Auch wenn die Feier der Weihe zum Diakon oder Priester - wie hier im Hildesheimer Dom - nicht zum Lebensalltag einer Gemeinde gehört, so fällt der Gemeinde doch eine große Verantwortung zu, ob in ihr Priesterberufe wachsen können. Nähere Informationen zu den unterschiedlichen Berufen der Kirche erhalten sie unter: http://www.berufung-kirche.de/ und http://www.priesterseminar-aachen.de/ (Foto: bph)
Buße und Beichte

Buße und Beichte

Die Umkehr ist eine Grundforderung des Evangeliums. Jesus begann seine Verkündigung mit dem Ruf: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“ Das Evangelium bringt uns die gute Nachricht von Gottes Menschenfreundlichkeit. Diese umfasst die grenzenlose Bereitschaft zu vergeben und zu verzeihen. Als Antwort auf die Versöhnungsbereitschaft Gottes sollen die Getaufte ein Leben als Versöhnte und Versöhnende führen. Im Alltag wird sich das vielfältig auswirken: im gegenseitigen Verzeihen, in der Überwindung der Egoismen, in der Entschlossenheit, mit anderen zu anderen zu teilen, im Suchen nach Gerechtigkeit und Frieden. Das ganze christliche Leben verlangt immer wieder die Überprüfung der Lebensausrichtung und die Neubesinnung auf den Anspruch des Evangeliums. Die christliche Tradition kennt mehrere Formen der Buße, der Umkehr und Versöhnung. (Foto: Brad Pict - Fotolia.com)

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Krankensalbung

Krankensalbung

Ein sakramentales Zeichen dafür, dass Gott den kranken Menschen nicht im Stich lässt, sondern ihm Trost und Hilfe schenken will, ist die Krankensalbung. Sie ist häufig als Sterbesakrament missverstanden worden und wurde deshalb bis in die letzten Augenblicke des Lebens hinausgeschoben. Der Name „Letzte Ölung“ (als zeitlich letzte der drei Salbungen bei Taufe, Firmung und Krankensalbung) führte erst recht zu einem falschen Verständnis. Die Krankensalbung ist jedoch nicht nur als Vorbereitung auf den nahen Tod zu verstehen, sondern auch gerade als Ermutigung und Stärkung, als Hilfe zur inneren Aufrichtung für kranke Menschen. (Foto: mickyso - Fotolia.com)

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